Einmal Statistin: Sober Truth – Leave the Locust in the Lunatic Asylum

Wie oft im Leben bekommt man als Durchschnittsmensch die Gelegenheit in einem Musikvideo mitzuwirken? Richtig: eigentlich nie. Als es sich dann doch irgendwie ergab, konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Und so kam es, dass wir uns im letzten Herbst zu elft versammelt haben, um das neue Video von Sober Truth zu filmen. Ziel war es, das ganze in zwei sportlichen Tagen im Kasten zu haben.

Mit dabei: die vier Bandmitglieder Jules, Torsten, Marvin und Samir, samt Pat, der guten Seele/Managerin/fünftem Beatle. Dazu Sven Herzhauser, der für Kamera und Co. zuständig war, meine Freundin Anna (aka Linestyle Artwork) – Regisseurin, Drehbuchschreiberin, Animatorin und generell Mastermind hinter dem gesamten Video – und drei Horrorkrankenschwestern, zu denen neben mir, noch die beiden Fräulein Miriam und Frauke zählten. Und last but not least mein Bruder Jonas, der die Hauptrolle übernahm.

Gedreht wurde in Annas Garage, die minimalistisch, aber glaubwürdig in das trostlose Innere des Lunatic Asylums umgestaltet wurde.

Tag 1

Tatsächlich habe ich vom Dreh am ersten Tag gar nicht so viel mitbekommen, da wir drei Krankenschwestern nur ein paar kleine Szenen am Schluss absolvieren mussten. So hatten wir viel Zeit warmen Tee zu trinken und zu quatschen. Und zwar in voller Horrormontur. Prägendste Erinnerung: der Geruch von roter Beete mit Kaffee! Das waren nämlich Hauptbestandteile unseres selbstgemachten Kunstblutes (man nehme Rote-Beete-Saft, Kaffeegranulat und Stärke, koche alles miteinander auf, fertig) mit dem unsere Arztmasken getränkt wurden.

Tag 2

Nun hatten wir mehr zu tun, da wir die Band umtanzen und umgarnen mussten. In der Garage war es ziemlich kalt, aber wir hatten dennoch super viel Spaß. Tja, und mehr kann man zum Dreh selbst gar nicht unbedingt sagen.

Tag 3 bis 1000

Für mich war es eine witzige und interessante Erfahrung, aber die zwei Tage machten tatsächlich den geringsten Teil der Arbeit aus. Das Gro haben Vorbereitung, Storyboard und Nachbearbeitung in Anspruch genommen, was Anna alles komplett allein übernommen hat: Schnitt, Effekte, Farbe (im Vorfeld schon ein Animatic!) und vor allem auch die Animation kompletter Szenen! Ein halbes Jahr lang durfte ich quasi life via Chat mitfiebern, wie das Video Form annahm.

Der Arbeit Lohn

Nun ist es fertig (Stichwort: Blood, Sweat and Tears!) und ich finde, es absolut großartig geworden! Hier möchte ich Anna noch einmal ganz explizit würdigen: das hast du wirklich, wirklich top gemacht! Du bist meine Lieblings! =D

So und für alle die nun neugierig geworden sind: hier das VIDEO! Und hier gehts zum dazugehörigen Album Leave the Lunatic Asylum auf CD und Vinyl

Viel Spaß beim Gucken und Hören,
Eure Mia

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