Türchen 15: Gefährtinnen im Eis

Blei- und Filzstift, A4, 2021

Dies ist ein weiterer Privatauftrag. Yasmin, Spielerin eines der Charaktere, erzählt:

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Mandaniel Frostnacht ist die letzte Überlebende ihrer Sippe. Sie hatte das „Glück“ beim Überfall der Nachtalben gerade auf Jagd zu sein. Seither will sie nur eines: Rache an den Mördern.

Da sie keine andere Sippe aufnahm, zog sie nach Süden, wobei sie immer wieder auf menschliche Männer traf, die glaubten, die junge Elfe wäre einfaches Opfer für ihre Lust. Ihre Leichen verschwanden im ewigen Eis. Getrieben vom Misstrauen vermied sie jeglichen Kontakt, bis sie schließlich auf Nurja von Norburg traf.

Die Ifirngeweihte zeigte ihr, dass es auch gute Menschen gibt. Außerdem hilft Nurja ihr, sich in der ungewohnten Welt der Menschen zurecht zu finden. Sie tauschen Dinge, die sie aus der Natur holen können, gegen Metallscheiben und beten zu mächtigen Wesen, die sie Götter nennen. Nurja führte sie ein in eine Gruppe, bei der sie sich sicher fühlen kann und mit der sie herumreist, Erfahrung sammelt und die möglicherweise Verbündete sein können, bei der Erfüllung ihrer Bestimmung: die Vernichtung jenes Nachtalbenclans, der ihre Sippe ermordet hat.

Nurja selbst wurde bereits als kleines Mädchen in die Obhut des norburger Ifirntempels gegeben. Mit zwei verschiedenfarbigen Augen geboren, sah man es als Zeichen, dass sie einmal der sanften Tochter Firuns dienen sollte. Ihre Aufgabe erfüllt die Geweihte, die mit Kinderaugen durch die Welt geht, vollkommen. Dennoch hat sie durch das, was sie bereits gesehen und erlebt hat, einen Teil ihrer weltfremden Art und Naivität verloren. Für ihren Glauben und das, was sie liebt, ist sie bereit zu kämpfen, auch wenn sie im Normalfall lieber den diplomatischeren Weg sucht als die Hand an die Waffe legt. Auf ihren Reisen wird sie stets von ihrer kleinen Katze, dem Firunsbärchen Finnja begleitet.