Türchen 01: Familienbande

Aquarell, Airbrush, Filz-und Aquarellstift auf Papier, ca. A3, 2021

Dieses Bild war eines von einer ganzen Reihe an Privataufträgen, dich ich im November/Dezember anfertigen durfte.Zu sehen sind der Das Schwarze AugeSwafnirgeweihte Orik und seine vier Söhne, die allesamt unterschiedliche Mütter haben. Zu Orik erfahrt ihr hier mehr vom Auftraggeber:

Orik Hallarson Blodgrim – geboren zur See nebst vielen Geschwistern als jüngster Sohn von Hallar und Hjaldvaig „den Raffgierigen“ in eine Familie bereits zu 994 BF bekannten Nordlandkorsaren. Nannten sie ihren Heimathafen stets Olport, lebten sie doch zu meist auf See und kehrten stets dort ein wo sie sich gerade aufhielten. Ein einfaches, bequemes Leben hätte Orik nie gefordert, doch schien er nie so recht die Fußstapfen seiner Eltern oder älteren Geschwister füllen zu können. Seine Grundinteressen galten viel mehr der Göttin Rahja und der Musik. Sowohl mit der Axt als auch mit der Laute galt Orik jedoch vorerst nicht als der Begnadeteste. Auffällig war sein Verhalten in Momenten von Scham oder Bedrohung, dann vergaß er alles um sich herum und wütete bis keine Anwesenden mehr einen Mucks von sich gaben. Schnell wurde der Verdacht bestätigt, dass es sich bei Orik um einen Menschen handelt, in dem die Wut und der Zorn des weißen Wals ausbrechen: ein Swafnirskind.

Damit verlor Orik alles. Mit dem rotledernen Stirnband für alle ersichtlich gebrandtmarkt, fand er keine Gespielinnen mehr, keine Zuhörer oder Freunde. Seine Familie überließ ihn der Obhut von Swafnirgeweihten, die ihn unterrichteten seine Wut besser zu kontrollieren. Er sollte in Momenten der Panik oder der Ausweglosigkeit in bestimmten Rythmen durchatmen, mit bestimmten Pausen zählen oder sich in seiner Vorstellung an Orte bewegen, an denen er sich sicher und behütet fühlte.

Doch lange hielt er es in Thorwal nicht mehr aus, wollte doch niemand ihn mit an Bord nehmen oder ihm eine Anstellung als Skalde bieten. So reiste Orik in das Mittelreich wo seine Kennzeichnung unbekannt war und er seine unvollkommenen Talente besser kaschieren konnte.

So traf er unweit von Gareth im Götterlauf der Krönung Kaiser Hals auf eine bunte Truppe Glücksritter und schloss sich ihnen an. Wer hätte gedacht, dass Orik auf diesem Wege nicht nur erfolgreich werden, sondern auch Ruhm und Reichtum erlangen würde?

Zusammen mit seinen Gefährten rettete er Havena vor dem Zorn der Zwölfe, Phexcaer vor den orkischen Zolochai, den Thronerben des Mittelreiches Brin vor einer Verschwörung, Winhall vor Werwölfen, den letzten Hochelfenkönig Fenvarien vor dem Namenlosen und an der Seite Phileassons Greifenfurt während des Orkensturms von den Besatzern.

Er erkundete für seine Hetfrau der Hetleute das Orkland, fuhr unter der Flagge Brabaks in das Südmeer und an der Seite Phileassons um ganz Aventurien bis zu den Inseln im Nebel. Unvergessen für ihn sind trotz der hohen Herrschaften, die er traf, sicherlich für alle Zeiten seine Duelle. Das eine gegen ein Sumpfmonster auf den Waldinseln, das er mit Tarnkappe, Falkenhemd und orkischem Barbarenschlachtschwert mit brennender Klinge für sich entscheiden konnte. Das andere gegen einen hochdekorierten Zwergenwächter auf dem Garether Turnier zu Ehren von Kaiser Hal, welches er nur knapp mit dem Leben davon kommend dennoch für sich entschied.

Sein größtes literarisches Werk ist die „Phileasson & Hallarson – Saga“.

Er traf auf viele unterschiedlichste Personen aller Ethnien, Kulturen und Religionen, war stets aufgeschlossen, neugierig und zugewandt. Stets ging es für ihn bergauf, auch wenn es das lange nicht wahrnehmen konnte. Unabhängig davon gab er sich stets optimistisch und nahm die Dinge leicht, selbst wenn sie aussichtlos oder absolut unklar erschienen. Wusste niemand weiter, dann war Orik da, der den Schritt wagte, den keiner ging oder die Dinge so einfach sah, dass seine kurzfristigen Lösungen immerhin die Wirkung hatten, dass seine Reigefährten zumindest für den Moment aufatmen konnten.

Er konnte mit den Erlösen eines an eine Reederei verpachteten Schiffes zu Reichtum kommen und westlich von Olport, südlich der Runajasko ein Stück Land, ein Langhaus sowie Äckern, Weiden und das Vieh bezahlen. Im Olporter Swafnirtempel ließ er sich trotz seiner Erfahrungen, seines Standes und seines Reichtums auf das Noviziat und die Unterrichtung bis zu seiner Weihe als Swafnirgeweihter ein. So lebt er, sofern er nicht zur See fährt, mit seiner Wahlfamilie sowie den Müttern und Kindern aus verschiedensten Liebesabenteuern, die dies wünschen zusammen und empfängt gerne alte Reisegefährten oder besucht sie. Das Alter ist für Orik keineswegs eine Bürde, er genießt es Lebenserfahrungen zu teilen und seine musischen und sportlichen Fähigkeiten vermitteln zu können. Die Abende verbringt er mit großer Hingabe wie vor einigen Jahrzehnten bereits erzählend oder singend mit einen Horn voll Met am Feuer.

Das Beitragsbild-Foto stammt wie immer von meinem liebsten Bruder Jonas aka Freylin Fotografie  https://www.instagram.com/freylinfotografie/